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Ortsgruppe Hersbruck-Neuhaus
Gedenkstein Hersbruck - Januar 2006
Gedenkstein Neuhaus - Sommer 2005
Gedenken zum 4. März (04.03.2010)
Sudetendeutsche Ortsgruppe Hersbruck-Neuhaus C h r o n i k Nach Ende des 2. Weltkrieges wurden die seit 700 Jahren in den Sudetengebirgen in Böhmen und Mähren angesiedelten 3.5 Millionen Deutschen , einem Drittel der Gesamtbevölkerung, von den Tschechen grausam verfolgt und schließlich 1946 total enteignet und brutal aus ihrer angestammten Heimat vertrieben. Sie fanden im gesamten Bundesgebiet, hauptsächlich aber in Bayern, wieder eine neue Heimat. Ein Teil davon kam auch nach Hersbruck und dem damaligen Landkreis Hersbruck. Weil sie ihre verlorene Heimat nicht vergessen und ihr Brauchtum nicht verlieren wollten, gründeten sie bundesweit die „Sudetendeutsche Landsmannschaft", ein reiner Heimatverband, aufgegliedert in Bundes, Landes, Bezirks, Kreis und Orts- gruppen. Im März 1949 wurde auch in Hersbruck eine Kreisgruppe der „Sudetendeutschen Landmannschaft" gegründet. Die Gründer waren Landrat Noltsch, Rechtsanwalt Pollack und Lehrer Holley. Die Mitgliederzahl aus dem gesamten Landkreis Hersbruck war enorm. Alsbald wurde auch noch eine Jugendgruppe und ein Volkstanzkreis gebildet. Durch vielfache Aktivitäten, wie Bälle, Erntedankumzüge, Sonnwendfeiern, Volkstänze, u.s.w., wurden die Sudetendeutschen bald in der Öffentlichkeit bekannt und geachtet. Als Höhepunkt kann man die Aufstellung eines Sudetendeutschen Gedenksteines erwähnen. Der damalige Obmann, so wird ein Vorsitzender bei den Sudetendeutschen genannt, Eduard Heinl setzte sich 1984 dafür ein, dass die Stadt Hersbruck mit der Auf- stellung eines würdigen Gedenksteines im kleinem Stadtpark in Hersbruck einverstan- den war. Bei der feierlichen Einweihung, wo natürlich alle Honorationen vertreten waren, läuteten alle Kirchenglocken in Hersbruck. Heute noch findet alljährlich am 4. März eine feierliche Gedenkstunde mit Fahnen-und Musikbegleitung bei einer Kranzniederlegung dort statt. Gedacht wird er Opfer der Verfolgung und der Vertreibung aus der Heimat. Aus der Kreisgruppe ist nach Auflösung des Landkreises eine Ortsgruppe geworden, die sich wiederum 2001 mit der Ortsgruppe Neuhaus zusammenschloß. Obwohl die Mitglieder der Ortsgruppe Hersbruck-Neuhaus altersbedingt immer weniger werden, ist die Ortsgruppe noch sehr aktiv. Die Mitglieder treffen sich bei mehreren Versammlungen jährlich, führen Busfahrten auch in die verlorene Heimat durch und fördern den Zusammenhalt. Herbert König
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